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Title:Mahmud Mohammed Taha, Märtyrer des Versuchs einer Erneuerung des islamischen Denkens im Sudan
Author:Ibrahim, TahaISNI
Year:1994
Periodical:Internationales Afrikaforum
Volume:30
Issue:4
Pages:353-365
Language:German
Geographic term:Sudan
Subjects:Islam
Sufism
politics
biographies (form)
Republican Brothers
About person:Mahmoud Muhammad Taha (ca1910-1985)ISNI
Abstract:Mahmud Mohammed Taha (1909-1985), geboren im mittleren Sudan, war ein islamischer Denker der seine ganzen Kräfte daran setzte, den Islam als Religion zu verkünden. Er folgte von Anfang an dem Weg der Sufis. Er entwarf ein weitgehend umfassendes islamisches Weltbild, das dem traditionellen Weltbild der Orthodoxie diametral entgegengesetzt war, sich aber dennoch ganz auf die heiligen Texte stützen konnte. Es war ein Weltbild, das alles in allem den Islam als zeitgemäße, menschliche und fortschrittliche Religion darstellt, eine Religion, die die Gleichberechtigung der Menschen fordert, die den Krieg verurteilt und zum Frieden aufruft. Deshalb trat er mit Entschiedenheit der fundamentalistischen Offensive entgegen, die der sudanesische Staatschef Nimeiri einleitete, als er im September 1983 im Sudan die Scharia in ihrer fundamentalistischen Form einführte. Mahmud verbreitete ein mutiges Flugblatt, in dem er die betreffenden Gesetze kritisierte. In dieser Flugblattaktion sahen die Fundamentalisten eine günstige Gelegenheit, sich Mahmuds zu entledigen. Sie betrieben seine Verhaftung aufgrund einer richterlichen Verfügung, die juristisch auf äußerst schwachen Füßen stand. Er wurde zum Tode verurteilt und am 18. Januar 1985 hingerichtet. App., Fußnoten.
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